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In G+ habe ich schon diverse Posts zum Thema quantitative Forschungsmethodik mit SPSS gemacht. Meist waren es Fragen, manchmal gab es Antworten. Aber wie findet man all dies unter den ganzen anderen Posts wieder? Taggen? Geht so nicht in G+.

Eine Freundin lieferte den entscheidenden Hinweis: Einen leeren Kreis erstellen und diesen zu jedem thematisch passenden Post hinzufügen. Damit lassen sich die Posts filtern.

Das lässt sich per Teilen auch noch nachträglich mit älteren Posts bewerkstelligen sowie mit Posts anderer G+-User.

Auf diese Art und Weise wird Google Plus zu einem nützlichen persönlichen Wissensmanagementwerkzeug!

Für Hinweise zu weiteren Nutzungsmöglichkeiten von G+ als Wissensmanagementwerkzeug bin ich sehr dankbar :-)

 

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Auf der Suche nach den richtigen Analysemethoden für meine diversen Fragestellungen habe ich die Methodenberatung der Uni Zürich für Studierende der Erziehungswissenschaften entdeckt.

Bietet einen guten Überblick, verständliche Erklärungen und einen Entscheidungsassistenten. Letzterer ist zwar praktisch, aber die allgemeine grafische Übersicht ist doch präziser.

Hier der Link zur Methodenberatung: http://www.methodenberatung.uzh.ch/index.html

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Dieses Jahr ist doch einiges gelaufen in Sachen Diss, also Zeit für einen Rückblick.
Anfang des Jahres hatte ich bereits Instrumente (Fragebögen) gefunden, die sich für meine geplante Untersuchung eignen würden, nur natürlich nicht 1:1.
Noch ziemlich unsicher, ob man sich da einfach ein Instrument aus mehreren anderen zusammenbauen darf, stellte ich meine Dimensionanalyse inkl. Zuordnung der Items (Fragen) aus den vorhandenen Instrumenten beim Duisburger Forschungskolloquium am 8.2.2011 vor.
Volltreffer, Fragebogen fertig machen und zur Begutachtung geben.
Hier ein Auszug aus meiner Dimensionalanalyse:

Zentrale Konstrukte Untersuchung E-Lehrhabitus

Die Haupthypothese lautet, dass sich die Professoren mit unterschiedlichem fachlichen Hintergrund in ihrem Lehrhabitus und den eingesetzten E-Learning-Szenarien unterscheiden, wobei ich die E-Learningszenarien als einen Teil des Lehrhabitus, als Handlungsschema sehe.

Dimensionen (E-)Lehrhabitus

Bei meinen zu untersuchenden Ausschnitt des Lehrhabitus bediene mich einerseits aus dem Bereich Hochschuldidaktik mit den Dimensionen Lehrenden-, Studierendenorientierung; Rollenverständnis, Kompetenzerwerbsziele, Rolle der Lehre. Diese sind der deutschen Fassung des ATI-R (Aproaches to Teaching Inventory Revised) von Dietrun Lübeck sowie weiterer Aspekte ihres Instrumentes bei der Untersuchung von Lehransätzen entnommen (siehe Diss Lehransätze).
Für die rein E-Learning-bezogenen Aspekte habe ich auf Basis des Modells zur Beschreibung von E-Learning-Szenarien von Kerstin Mayrberger, weiterentwickelt durch Schulmeister et al die allgemeinen und technisch/mediendidaktischen Kategorien übernommen. Als Instrument habe ich hier den daraus entwickelten Fragebogen von Reinhardt & Grote für ihre Untersuchung zu fachkulturellen Aspekten im E-Learning an der FU Berlin in den passenden Items übernommen.

Soweit so gut, allerdings war ein Pretest angebracht, da diese Instrumente für Universitäten entwickelt wurden. Mit 6 Probanden von Fachhochschulen, 3 davon Professoren führte ich im Sommer einen Pretest durch, wobei tatsächlich ein paar Items angepasst werden mussten, insbesondere das zur Rolle der Lehre. Lehre vs. Forschung stand dort drin, dies passte nur bedingt und wurde ergänzt um Entwicklung, da an FHs Forschung oft eher in Form der Entwicklung von praktischen Dingen stattfindet.
Tja, aber was habe ich bis zum Sommer denn gemacht? Nur Fragebogen zusammenstellen? Nein, da kam ein Lehrauftrag in Duisburg “dazwischen”. War eine sehr spannende Sache, aber währenddessen blieb nicht viel Zeit für die Diss.

Dann das Ganze noch mal auf der GMW/Wissensgemeinsschaften 2011 in Dresden im Doktorandenforum vorgestellt.

Nun sollte das Ganze als Paper&Pencil-Befragung an der FH Köln durchgeführt werden. Brrr, Papier, alles manuell in SPSS übertragen? Nee, in der Verwaltung gefragt, ob sie mir den Fragebogen in Evasys umsetzen können. Ging, da ich an der FH seit Oktober im Lehrexzellenzprojekt Educational Diversity arbeite und eine Untersuchung der Zielgruppe Professoren in Sachen Lehrhabitus und E-Learning gut zur Entwicklung der neuen “webbasierten Lehr-/Lerncommunity” passt :-)
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber noch nicht viel Ahnung von SPSS und war mir nicht bewusst, dass sie mir quasi den Codeplan für SPSS direkt miteingebaut haben, glaube ich…
Am 8.11.2011 startete ich mit der Verteilung der Fragebögen. Soweit möglich kam ich damit in Fakultätsratssitzungen oder Dienstbesprechungen und stellte kurz die Untersuchung vor. Wo es nicht möglich war, gab es oft eine Mail der/des Dekanin/Dekans an ihre/seine Professoren mit der Bitte um Beteiligung. Nur in wenigen Fällen gab ich die Fragebögen abgezählt im Sekretariat ab bzw. warf sie selbst in die Postfächer (Gummersbach…). Letzte Distribution erfolgte am 30.11. in einer Fakultätsratssitzung. Rücklaufquote am 22.12.: 27%
Ein bisschen was kommt vielleicht Anfang Januar noch “angekleckert”. Jedenfalls entdeckte ich bei der ersten Durchsicht teils recht spannende Antworten. U.a. fühlte sich ein junger Professor durch den Fragebogen angeregt, über seine Lehre nachzudenken und bedankte sich dafür.
Einige wollte die Ergebnisse später gerne lesen. Da die Fragebögen anonym waren, schicke ich die wohl über die Dekanate.
Zwischenzeitlich habe ich zwei SPSS-Kurse in Duisburg gemacht und habe nun eine ungefähre Vorstellung, wie ich meine Auswertungen machen werde. Natürlich gibt es nach wie vor einige Fragezeichen. Statistik lernen ist angesagt. Hypothesen überdenken und besser formulieren ebenfalls :-)

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