Jadegrünes Wasser, die Andamanensee

Mal ist die Rede von kristallklarem Wasser, mal von jadegrünem, wenn von der Andamanensee in Thailand gesprochen wird.
Von Dezember bis Februar/März soll die beste Sicht herrschen. Beim Leisure Dive Center auf Koh Phi Phi, welches wir als Tauchbasis gewählt hatten, wurde dies bestätigt. Beste Sicht heißt aber max. 15m. Aus der jetztigen Erfahrung heraus trifft die Beschreibung jadegrün die Farbe und damit einhergehende Sichtweite am ehesten.
Doch noch mal kurz einen Schritt zurück. Unseren ersten Tauchgang in Thailand machten wir an einem Wrack vor Khao Lak.
Wir wollten die 70km bis zu den Similan Inseln nicht fahren, entweder zu lang oder zu ruppig per Schnellboot. Unser Haupttauchgebiet sollte eh Koh Phi Phi werden. Also nur einen Ausflug zu einem lokalen Tauchplatz gebucht. Aber auch hier gab es erst eine lange Autofahrt und dann eine lange Fahrt mit dem Longtailboot. Khao Lak ist nichts für Leute, die kurze Wege beim Tauchen mögen, Landtauchgänge gibt es nicht. Die Andamanensee ist insgesamt zu flach, als dass es landnahe gute Tauchplätze gibt.
Endlich am Wrack der Premchai angekommen, kam die nächste Überraschung: keine 15m Sicht sondern 5-8m und heftige Strömung. Es gab zwar unglaublich viel Fisch, Große Netzmuränen Muränen und eine große, bunte Qualle (Gepunktete Wurzelmundqualle), aber die Kombination Sicht wie im heimischen Baggersee und heftige Strömung war nichts für Martin und eine weitere Mittaucherin.

Gepunktete Wurzelmundqualle

Große Netzmuräne

Für mich war der zweite Tauchgang viel besser, kein Wunder, Privatguiding. Zu zweit sind solche Bedingungen okay. Nur wenn es kalt gewesen wäre, hätte auch ich gestreikt. Aber mein persönlich unangenehmer Faktor war nicht gegeben, Wassertemperatur 27 Grad. Tiefe: 21m. Getaucht mit Nitrox 31.
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Der Strand oder Koh Phi Phi

Nicht nur die Phang Nga Bucht war mal eine Filmkulisse auch die Insel Koh Phi Phi diente als solche für den Film „Der Strand“ mit Leonardi DiCaprio. Um genau zu sein war es Koh Phi Phi Leh. Koh Phi Phi besteht nämlich eigentlich aus zwei Inseln, der bewohnten Insel Koh Phi Phi Don und der unbewohnten Koh Phi Phi Leh.

Longtailboot am Laem Tong Strand

Martin mit Palme

Seit „Der Strand“ ist Koh Phi Phi ein Touristenmagnet. Insbesondere für Rucksack-Party-Touristen. Süße Cokatils aus Eimern zum Selbermischen werden ab dem vormittag überall im Hauptort Tonsai Village auf Koh Phi Phi Don verkauft. Abends gibt es dann die passende Technobeschallung dazu. Von letzterer haben wir allerdings nicht viel mitbekommen, da wir gar nicht im Tonsai Village übernachteten. Koh Phi Phi hatten wir uns aus anderem Grund als nächsten Standort ausgesucht. Ein bisschen tauchen wollten wir auch in Thailand. Khao Lak wäre eigentlich ein guter Ausgangspunkt gewesen, viele Tauchbasen gibt es dort. Der Haken ist allerdings, dass die interessanten Tauchgründe mindestens 70km vor der Küste liegen, z.B. die Similan Islands. Das bedeutet anstrengende, teure Bootsfahrten dorthin. Besonders auf das „anstrengend“ hatten wir keine Lust. Um Koh Phi Phi liegen einige nahe Tauchplätze, Bootsfahrten alle unter 1h. Also war klar, tauchen wird dort gemacht.
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