Fachhochschulprofessoren
Posted by Nadine Kämper under Promotion | Permalink | | Leave A Comment
Viele Studien, die sich rein mit Fachhochschulprofessoren befassen, scheint es nicht zu geben, aber in den paar, die ich entdeckt habe, zeichnet sich ein interessantes Bild ab.
FH-Profs fühlen sich in hohem Maße verantwortlich für ihre Studierenden. Deren Betreuung steht im Mittelpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit. Dies korrespondiert zumindest schon einmal mit dem Leitbild der Fachhochschulen, vorwiegend (anwendungsbezogene) Lehre zu betreiben.
Allerdings legen die meisten Professoren keinen Wert auf professionelles Wissen, wie sie Lehre gestalten. Hier verlassen sie sich auf ihre eigenen reflexiven Fähigkeiten (Learning by Doing) und haben sich ihre Methoden meist aus der Studienzeit bei ihren Profs abgeguckt.
Die erste Aussage des Verantwortungsgefühls gegenüber ihren Studierenden bringt mich auf einen möglichen anderen Zusammenhang.
Betreuung von Studierenden und Verantwortungsgefühl ihnen gegenüber klingt stark nach Werten, die oft Frauen zugeschrieben werden.
Gibt möglicherweise einen signifikant höheren Anteil an Professorinnen an Fachhochschulen als an Universitäten? Andererseits sind Fachhochschulen oft eher technisch ausgerichtet, was wieder gegen einen höheren Anteil von Professorinnen spricht.
In einer Studie fand sich als Nebenergebnis auch, dass die meisten FH-Professoren aus einem eher mittleren Milieu statt aus einer priviligierten Schicht stammen. Steckt hinter der Studierendenorientierung vielleicht auch der Wunsch, jungen Menschen bei einen sozialen Aufstieg behilflich zu sein?
Zurück zum ersten Teil, Studierendenorientierung aber kein Interesse an professionellem Wissen zu Didaktik scheint in einem Widerspruch zu stehen. Wenn man aber bedenkt, dass FH-Professoren auf Zusammenarbeit mit der Wirtschaft angewiesen sind, um ihre gewünschten Projekte durchführen zu können, wird das wieder klarer. Studierende machen einen Teil ihres sozialen Kapitals (Netzwerke, “Vitamin B”) aus. Sie vermitteln ihnen Prakitka bei Firmen aus ihrem früheren beruflichen Kontext. Die Firmen ziehen aus diesen Praktikanten einen Nutzen und revanchieren sich auf die eine oder andere Art wieder bei dem jeweiligen Professor. Die Studierenden selbst bilden zukünftiges soziales Kapital, was sich in ökonomisches Kapital verwandeln lässt (Aufträge an die Professoren von den zukünftigen Firmen der Studierenden). So ermittelt in einer Studie zum Studierendenhabitus von Uni- und FH-Studis.
Habe ich aber auch selbst schon erlebt
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