Tauchen auf Mauritius

Mauritiusanemonenfische

Mondsichelfalterfische

Schwarz Weiß gepunktete Süßlippe

Korallenwelse

Auf Mauritius in Flic en Flac erwartete uns das bisher größte und schönste Hotelzimmer im Anelia Resort. Genug Platz, um mal etwas Handwäsche zu waschen und aufzuhängen 🙂
Am zweiten Tag starteten wir das Tauchen bei unserer Basis Sea Urchin Diving.
Die Unterwasserwelt von Mauritius ist von Lavablöcken in verschiedensten Formen geprägt. Es gibt diverse Canyons, Swim-Throughs und Grotten. Auf den Lavablöcken wachsen Hart- und Weichkorallen sowie Anemonen. Es handelt sich aber nicht um ganze Korallengärten, sie wachsen immer etwas vereinzelt.
Bei dem Lavauntergrund bin ich mir nicht sicher, ob dieser bei Entstehung nicht doch einmal über Wasser gelegen hat. Ich sah u.a. Stricklava. Diese entsteht soweit ich weiß nicht beim Reinfließen ins Meer.
Es gibt diverse tropische Fische wie Imperatorkaiserfische, Wimpelfische, Mondsichelfalterfische, große Papageifische, Kofferfische, Igelfische, Rotfeuerfische, Schlangenaale und als endemische Besonderheit Mauritiusanemonenfische. Hier sahen wir oft juvenile Imperatorkaiserfische, die ganz anders aussehen als die erwachsenen.
In den Korallen findet man oft Porzellankrebse. Ab und zu findet man auch einen Fangschreckenkrebs, eine Geistermuräne, Langusten, Scherengarnelen oder winzige Glasgarnelen. Muränen gibt es viele in den verschiedensten Farbvarianten und Größen.
An größeren Tieren sahen wir eine Schildkröte und einen Schwarzpunktrochen. Die Masse machen aber eher die kleinen bunten Tiere aus.
Getaucht wird immer vom Boot aus. Die Tauchplätze lagen alle nur ca. 5-10min Fahrt entfernt. Nach dem Tauchgang fuhren wir immer zurück zur Basis. Der zweite Tauchgang war immer mit einer erneuten Ausfahrt verbunden.
Das Wetter bescherte uns sehr unterschiedliche Tauchbedingungen. In der ersten Woche lag die Wassertemperatur tiefenkonstant bei 28 Grad. Die Sichtweite war aufgrund immer höher werdender Wellen nicht so gut, 10-15m. Teils hatten wir unter Wasser mit sehr starken Schwell zu kämpfen. Ein Mauritiusanemonenfischpaar filmte ich im schnellen Vorbeifliegen. Da es hier diverse tiefer gelegene Tauchplätze gibt und wir mit CMAS*** bzw. Martin mit CMAS** Dekotauchgänge machen dürfen, fragte uns die Basis, ob wir dies tun wollen. So gab es ab und zu eine Kleingruppe (Martin, ich und ein Guide), die auch mal bis 40m tauchte und die Nullzeit knapp überschritt. Trotz Schwell ließ sich die Dekostufe unterhalb von 3m auch im Blauwasser gut halten.
Es zog ein Antizyklon auf, der erst starken Wind und später teils sintflutartigen Dauerregen brachte. Am Wochenende legten wir daher eine Tauchpause ein. In der zweiten Woche war der Antizyklon bis Mittwoch noch immer da, verhinderte aber die Tauchausfahrten nicht.
Nun gab es zwar wieder sehr gute Sichtweiten bis 20m aber damit verbunden waren starke Strömungen. Bei dem einen oder anderen Tauchplatz war vorher nicht damit zu rechnen und so wurde es teils eine anstrengende Angelegenheit.
Die Wassertemperatur war inzwischen auf tiefenkonstant 27 Grad gefallen. Die letzten Tage boten zwar wenig Sonnenschein, aber es regnete nur manchmal und die Strömung nahm ab.

St. Gilles les Baines

Der letzte Hotelwechsel stand an. Wieder das erste in St. Gilles les Bains, das Alamanda. Dieser Aufenthalt war als Reserve für den Helikopterflug geplant, falls der erste Tag wetterbedingt nicht geklappt hätte. Zunächst entschieden wir uns statt dem direkten Weg eine Inselrundfahrt zu machen. Wir hielten im äußersten Süden am Cap Mechant und bewunderten den wilden Indischen Ozean wie er an die schwarze Lavaküste schlug.

Cap Mechant

Auf dem weiteren Weg an der Südostküste sahen wir uns le Grand Brûlé, die große verbrannte Fläche, an. Ein Bereich, wo sich die Lavamassen der letzten Vulkanausbrüche ab 2004 ergossen. Der eine oder andere hatte schon mal die einzige Küstenstraße überrollt und unpassierbar gemacht.

Notre Dame des Laves

Nächster Halt war Notre Dame des Laves, eine Kirche, in die sich 1977 Lavamassen bis zum Altar schoben, die Kirche aber insgesamt stehen ließen. Der Innenraum wurde von Lava befreit, außen befinden sich aber noch der Großteil.
Schließlich kamen wir wieder in St. Gilles les Bains an. Was sich bei einer Nacht weniger bemerkbar machte, bei nun zweien aber schon, das Hotelzimmer war wirklich winzig. Auspacken konnte man die Koffer kaum, liegen lassen zum Aufklappen auch nicht. Nur immer schnell das Nötigste auf dem Bett rausholen, Koffer wieder beiseite stellen. Am besten war noch das Bad: Man konnte sich duschen, während man auf der Toilette saß. Nass wurde die sowieso beim Duschen. Das Waschbecken war eher ein Spucknapf.

Hotelzimmer im Alamanda

Also lieber schnell raus und St. Gilles genauer erkundschaften. Wir fanden ein paar nette Läden und kauften T-Shirts der reunesischen Modemarke L’effet peï.

St. Gilles

Noch ein paar interessante reunesische Biere im Supermarkt gekauft und ab auf die Terasse unseres Minizimmers. Von dort hatten wir den direkten Blick auf die abendliche Hotelanimation und den einsetzenden tropischen Starkregen 🙂
Am nächsten Tag suchten wir ein trockenes Fleckchen auf Réunion zum Wandern. Da es fast überall stark regnete, brauchten wir ca. 4 Stunden bis wir einen Küstenabschnitt beim Ort L’Etang salé fanden. Es wurde eine einigermaßen sonnige Küstenwanderung zwischen Lava mit wildem Meer sowie Bäumen mit Vogelschwärmen.

Steinmännchen an der Westküste Réunions

Die nächste Nacht wurde leider sehr kurz. Wir mussten um 3 Uhr aufstehen, um zum Flughafen zu kommen, das Auto abzugeben und unseren Flug um 7 Uhr rechtzeitig zu erwischen.