Einmal kein Weihnachten zuhause – Südthailand im Dezember

2017 hatte ich einen runden Geburtstag, den ich mal nicht zuhause feiern wollte. Ein Blick auf den Titel verrät, mein Geburtstag muss um Weihnachten herum sein und zwar kurz vorher, der 20. Dezember. Ich stellte mir einen warme, sonnige Umgebung vor, mit Wassertemperaturen über 25 Grad. Da im Dezember viel los ist (arbeits-, familien- und freundetechnisch), wollte ich auch eine möglichst einfache, stressfreie Anreise. Die Wahl viel auf Südthailand, Direktflug mit Thai Airways von Frankfurt nach Phuket! Da im Dezember dort Hochsaison ist, buchten wir bereits Ende März.

Sonnenuntergang in Khao Lak

Die erste Woche verbrachten wir in Khao Lak. Dort, wo 2004 der Tsunami besonders heftig zugeschlagen hatte. Khao Lak ist ein langgezogenes, eher ruhiges Örtchen direkt an der Andamanenküste, von wo aus man Ausflüge unternimmt. Die meisten Hotels liegen direkt am Strand. Ein kleiner Erkundungsgang führte uns u.a. zu dem Polizeiboot 813. Dieses war beim Tsunami 1km weit ins Landesinnere geschleudert worden und ist heute dort als Denkmal aufgebaut. Unterwegs gab es dann die erste junge Kokosnuss vom Strassenstand zu trinken.

Polizeitboot 813

Am nächsten Tag nahmen wir an einer Tour in die Phang Nga Bucht teil. Diese ist berühmt für ihre eindrucksvolle Karstlandschaft umgeben von jadegrünem Wasser. In teils seltsamen Formen erheben sich hohe Kalksteinberge. Die jadegrüne Farbe des Wassers hängt mit der geringen Wassertiefe in der Bucht zusammen. Als wir hier mit dem Longtailboot durchfuhren, war das Wasser sehr trüb und aufgewühlt vom Wind. Wir hatten mit Ausläufern eines Taifuns auf den Philippinen zu kämpfen. Der erst Stop fand am James-Bond-Felsen statt. Dieser hat die Form eines umgedrehten Kegels, oben dick, nach unten hin sich verjüngend durch Salzwassererosion. Er bildete die Kulisse für eine entscheidende Szene im James-Bond-Film “Der Mann mit dem goldenen Colt”. Glücklicherweise fuhr unser Tourveranstalter so früh los, dass wir ca. 1h vor dem Massenandrang dort waren und uns in Ruhe umsehen konnten.

James Bond Felsen

Wir fuhren weiter in einen Bereich mit Mangroven und Grotten, wo wir einen Kanutour machen wollten. Der Weg dorthin erwies sich allerdings aufgrund des aufgewühlten Wassers als nicht ganz so einfach. Der Motor unseres Longtailbootes überhitzte mehrmals und wir mussten zwischendurch ankern. Endlich angekommen, wurden schnell vier Kanus per Kompressor aufgepumpt und wir starteten die Tour durch Mangroven und Grotten. Unterwegs sahen wir Warane, Schlammspringer und Krabben. Einige Grotten in den Kalksteinfelsen waren so niedrig, dass wir uns liegenderweise und mit Luftablassen am Kanu hindurch bewegen mussten. Eine spassige Angelegenheit 🙂

Schlammspringer

Weiter ging es zum Mittagessen in ein 300 Jahre altes Seenomadendorf direkt an einem der Kalksteinfelsen auf Pfählen aufgebaut. Diese Seenomaden waren aus Indonesien eingewandert, daher hatte das Dorf auch eine Moschee und keinen buddhistischen Tempel. Spannend war auch der schwimmende Fussballplatz.
Auf dem Rückweg nach Khao Lak besuchten wir noch einen typisch thailändischen buddhistischen Tempel. Am nächsten Tag erwartete uns der zweite, schon lange geplante Ausflug mit demselben Touranbieter (Khao Lak Land Discovery) und zwar in den Khao Sok Nationalpark mit Übernachtung in einer schwimmenden Bambushütte. Zum Geburtstag wollte ich in dieser aufwachen 🙂
Mehr im nächsten Post.

Seenomadendorf am Kalksteinfelsen

Seenomadendorf mit Moschee

Buddhistischer Tempel in Südthailand

Mantapoint und Blue Lagoon

Manta

Manta

Von Tulamben aus machten wir auch 2 Tagestauchausflüge nach Padangbai bzw. zur vorgelagerten Insel Nusa Penida. Die Fahrt dorthin dauert aufgrund der Straßenverhältnisse und des dichten Verkehrs auf Bali ca. 1,5 bis 2h trotz der eigentlich nicht so großen Entfernung. Zum Mantapoint fährt man noch ca. 1h mit dem Schnellboot von Padangbai aus. Der Mantapoint ist gar nicht besonders tief, ca. 15m. Die Sichtweite ist wegen Planktons nicht so hoch, aber genau deshalb kommen die Mantas. Wir konnten 3 beobachten, die teils mehrfach auftauchten. Der zweite Tauchgang war ein Driftdive bei recht starker Strömung und deutlich klarerem Wasser. Das bunte Riff mit seinen vielen Fischen und Korallen zog rasant an uns vorbei. Bei beiden Tauchgängen hätte ich mir allerdings meinen 7mm-Anzug statt des 3mm gewünscht. Das Wasser war mit 23 Grad bzw. 26 Grad nicht sonderlich warm und wenn man sich dann auch noch kaum bewegt… Noch kühler kam es beim zweiten Padangbaiausflug. Gerade mal 20 Grad hatte das Wasser beim ersten Tauchgang an der örtlichen Steilwand. Dieses kam mit einer starken, kalten Strömung aus der Tiefe des Wallacegrabens zwischen Bali und Lombok. Die Strömung wechselte auch noch zur Gegenströmung. Aber so klar war wie hier war das Wasser nirgends auf Bali. Der zweite Tauchgang führte zur Blue Lagoon mit deutlich weniger Strömung und etwas wärmeren Wasser, 24 Grad. Immer noch ziemlich frisch im 3mm. Beeindruckend waren hier die vielen unterschiedlichen und teils kleinen Bergen ähnelnden großen Korallen. Es begegneten uns Blaupunktrochen, Clowns- und weitere Anemonenfische, Süßlippen, einen‚ Riesenmuräne und ein kleiner Anglerfisch.

Süßlippen

Süßlippen

Korallen mit Juwelenbarsch

Korallen mit Juwelenbarsch

Blaupunktrochen

Blaupunktrochen

Anemonenfische

Anemonenfische