Deutsche Staedte in Brasilien

Unsere weiteren Ausfluege fuehrten uns weiter in den Sueden Brasiliens, wo besonders viele deutsche und italienische Einwanderer zu finden sind. Im Bundesstatt Santa Catarina besuchten wir zunaechst Pomerode. Der Name bedeutet Pommern Rodung. Die meisten Einwohner sind Nachfahren deutscher Einwanderer aus Pommern. Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts lernten die Kinder als erste Sprache auch in der Schule Deutsch. Pomerode selbst ist nicht mehr als ein grosses Dorf, trotzdem mal ganz lustig da Halt zu machen. Mittags besuchten wir dort die Cervejaria Schornstein.

Anschliessend fuhren wir weiter nach Blumenau, wo es im Oktober ein grosses Oktoberfest gibt. Wenn man das in Muenchen nicht mag, sollte man hier besser auch nicht hingehen 😉

Sowohl Pomerode als auch Blumenau liegen in einem Tal jeweils mit einem Fluss durch die Stadt. Diese Tallage fuehrt dazu, dass es im Sommer unglaublich schwuel wird. Eigentlich nichts fuer Mitteleuropaer. Seltsam, dass sich dort deutsche Einwanderer angesiedelt haben.

Als wir da waren, waren es 33 Grad Celsius und die Klimaanlage des Autos war ausgefallen. Man konnte sic him Auto also noch mal richtig schoen aufwaermen 😉

Nun verlassen wir Curitiba und Umgebung und fahren weiter nach Florianópolis, der Hauptstadt von Santa Catarina, welche auf der Insel Ilha do Santa Catarina liegt.

Brasilien, Curitiba

Mit 2 mal Umsteigen sind wir am Montag von Frankfurt nach Curitiba geflogen, um u.a. meinen Vater zu besuchen.

Die ersten beiden Fluege hatten je 1 Stunde Verspaetung, was bei dem zweiten sehr unguenstig war, da wir in São Paulo unsere Koffer einmal einsammeln und wieder einchecken mussten.  Zum Glueck war die Beschilderung in São Paulo so gut, dass wir gleich dewn richtigen Weg fanden und gerade eben noch rechtzeitig zum Boarding kamen.

Da wir morgens ankamen, nutzten wir den Tag noch fuer eine erste Besichtigung von Curitba.

Curitiba ist die Oekohauptstadt Brasiliens. Es gibt seit den 70er Jahren ein gut funktionierendes Recyclingsystem und viele gruene Parks. Auch das oeffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut, es gibt extra Busspuren, wo Zweigelenkbusse fahren. Die Passagiere steigen ueber Roehren ein. Vorher haben sie in den Roehren ihr Fahrticket gekauft. Die sogenannten Tubulares ermoeglichen ein sehr zeiteffektives Ein- und Aussteigen. Busse koennen so zur Hauptverkehrszeit im 30-Sekundentakt fahren. Mittlerweile nimmt der Autoverkehr aber stark zu, so dass die Effizienz verloren geht. Dies liegt auch daran, dass die Bevoelkerung stark gestiegen ist. Nicht unwesentlich Schuld daran ist die hohe Lebensqualitaet im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Staedten.

Mit der Linha Turismo kann man in 2 Stunden rund um die Stadt fahren und dabei 20 Sehenswuerdigkeiten erleben. Mann kann 4 mal aus- und wiedereinsteigen ohne erneut zu bezahlen. Wir sind allerdings nur an 2 Punkten ausgestiegen, da wir 2 weitere zuvor mit dem Auto besucht hatten.

Punkt 1 war das Museu Oscar Niemeyer, entworfen und benannt nach dem bekannten Architekten. Lohnt sich allein schon von der Architektur her, auch innen.

Punkt 2 war der Torre Panorâmica, von wo man einen super Ueberblick ueber die ganze Stadt hat.

Von Curitiba aus kann man auch gut eine optisch ansprechende Zugfahrt in tiefere Ebenen machen. Curitiba selbst liegt naemlich auf einer Hochebene ca. 900m ueber dem Meeresspiegel.

Mit dem Serra Verde Express tuckert man gemaechlich 3 Stunden durch die gruenen Berge und Schluchten der Serra do Mar bis Morretes und noch etwas laenger an manchen Tagen bis zur Hafenstadt Paranaguá.

Interessant ist dabei auch, dass sich die Vegetation deutlich aendert. In Curitiba herrschen Baeume wie die Brasilkiefer vor. Kommt man in tiefere Gebiete, so wird das Klima waermer und feuchter. Die Vegetation wird deutlich ueppiger und gruener.  Hier sieht man auch viele Bananen, Flamboyantes und Hotensien. Palmen finden sich auch mitten im Dschungeldickicht.

Nicht weit von Curitiba entfernt (ca. 100km) kann man seltsame Gesteinsformationen besuchen. In Vila Velha entstanden diese durch Erosion. Der obere Teil der Formationen ist fest und wurde nicht abgetragen. Dadurch kommen Formen wie ein Stiefel, ein Weinglas, eine Katze, etc. zustande.

Der naechste Bericht behandelt unseren Besuch der beiden deutschesten Staedte in Brasilien 😉