Warm bleiben im kalten Wasser: Trockentauchen

Im Trockentauchanzug beim Silvestertauchen

Im Trockentauchanzug beim Silvestertauchen

Nach über 300 Tauchgängen und dem Abschluss des CMAS***/Dive Leader war es Zeit, sich den Bedingungen in Deutschland besser anzupassen. Das Adrenalin beim Tauchen ist nicht mehr so hoch, d.h. ich friere schneller. Also entschloss ich mich, doch endlich mal einen Trockentauchanzug zu kaufen. Im Trockikurs vor 2 Jahren hatte ich einen Aqualung Whites Fusion One getestet und war damit schon sehr zufrieden bis auf die leicht zu weite Halsmanschette. Mittlerweile war eine Damenvariante, der Whites Fusion Essence herausgekommen. Diesen habe ich mir Ende letzten Jahres dann gekauft. Das Besondere an diesem Trocki ist die elastische Außenhaut, die die innere übergroße Plastiktüte zusammenzieht. D.h. der Anzug liegt ohne große Luftpolster immer gut an. Luft kommt nicht so schnell in Füsse, obwohl man auch das schaffen kann. Die elastische Außenhaut führt allerdings zumindest in meinen Fall auch dazu, dass gerade beim Auftauchen in nicht mehr ganz horizontaler Position schon mal Luft aus der Halsmanschette entweicht. Für das Tarieren ist das einerseits ganz praktisch, man muss nicht viel tun. Andererseits muss man manchmal wieder etwas, inzwischen kalte, Luft aus der Flasche sogar beim Auftauchen nachschiessen, je nachdem wieviel Luft entwichen ist. => Es wird also kalt. So geschehen beim letzten Tieftauchgang im Rursee. Bleibt man beim Auftauchen horizontal, ist alles okay. Damit das besser klappt, verwende ich inzwischen 1 kg Trimblei in den bei den Schulterblättern sitzenden Trimbleitaschen meines Jackets.
Sehr praktisch an dem Anzug ist, dass er wirklich sehr schnell trocknet im Vergleich zu meinem Nasstauchanzug. Einfach wieder einrollen und weg ist das Gerödel.
So wird das Tauchen in kalten, tiefen, dunklen Seen wieder angenehm 🙂