La Réunion…noch nie gehört, wo ist denn das?

Durch einen Artikel über Tauchen auf Inseln wurde ich auf La Réunion aufmerksam, ein französisches Überseedepartement im Indischen Ozean. Einige Recherchen und Dokufilme später fand ich La Réunion immer noch spannend aber weniger für’s Tauchen geeignet, denn es finden dort regelmäßig Haiangriffe statt. Diese betrafen zwar nur Surfer und Schwimmer, aber trotzdem. Allerdings liegt nur 200 km entfernt Mauritius, fast komplett von einem Saumriff umgeben und so gut wie keine Haie dort.

Es reifte die Idee, auf La Réunion zu wandern und auf Mauritius zu tauchen. Réunion ist mit seinen hohen Bergen bis rund 3000m Höhe, dadurch bedingt verschiedensten Klima- und Vegetationszonen, sowie einem der aktivsten Vulkane der Erde ein tolles Natur- und Wanderparadies. Sogar einen Rother Wanderführer für die Insel gibt es. Ostern startete unsere 3-wöchige Reise Richtung Indischer Ozean. Erster Anlaufpunkt war der Badeort St. Gilles les Bains auf Réunion. Von dort unternahm ich einen Helikopterrundflug rund um die Insel mit Helilagon. Einen Tag vorher wird man angerufen, ob der Flug tatsächlich statt findet und zu welcher Uhrzeit genau. Abholung beim Hotel inklusive. Bei absolutem Topwetter ging es über steile Berge, Abbruchkanten und Talkessel. Das Highlight war der Spiralflug am steilsten Wasserfall der Insel, dem Trou de (En-)Fer, dem Höllenloch. Spektakulär, aber etwas anders konnte einen da schon werden. Der aktive Vulkan Piton de la Fournaise verhielt sich ruhig beim Überflug, rauchte nur leise vor sich hin. Vieles, was ich beim Inselrundflug von oben gesehen hatte, besuchten wir vom Boden aus.

Helikopter von Helilagon

Cilaos

Als Erstes folgte das Bergdorf Cilaos im Talkessel von Cilaos. Über äußerst kurvige enge Straßen fuhr Martin uns im Mietwagen hoch auf rund 1200m Höhe. Von Cilaos starteten wir zu Fuß direkt vom Hotel Le Vieux Cep aus insgesamt drei Wanderungen. Das rund 5 Grad kühlere Klima als an der Küste begünstigt solche Unternehmungen. Die erste ca. 1,5h lange führte uns zum Bassin Bleu, einem kleinen wirklich bläulich anmutenden Bassin in einem Flusslauf. Wassertemperatur 20 Grad. Die zweite Wanderung verlief steil hinunter vom Hochplateau des Dorfes Cilaos hinunter zum Fluss Bras Rouge bis zu einer schmalen Schlucht namens La Chapelle, wo von 10-12 Uhr Sonnenlicht durchfällt. Wasserschuhe nicht vergessen, da der Bras Rouge durchquert werden muss und es barfuß doch etwas sehr rutschig wird.

Bassin Bleu

La Chapelle

Am Abend gab es in einem netten Dorfrestaurant Spezialitäten des Ortes zu Essen, u.a. geräucherten Entenschenkel, Linsen und Schwarzen Pudding. Letzterer stellte sich als Blutwurst heraus.

Vor unserer Weiterfahrt zum nächsten Ort wanderten wir noch zum besten Aussichtspunkt über den Talkessel von Cilaos, La Roche Merveilleuse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.