St. Gilles les Baines

Der letzte Hotelwechsel stand an. Wieder das erste in St. Gilles les Bains, das Alamanda. Dieser Aufenthalt war als Reserve für den Helikopterflug geplant, falls der erste Tag wetterbedingt nicht geklappt hätte. Zunächst entschieden wir uns statt dem direkten Weg eine Inselrundfahrt zu machen. Wir hielten im äußersten Süden am Cap Mechant und bewunderten den wilden Indischen Ozean wie er an die schwarze Lavaküste schlug.

Cap Mechant

Auf dem weiteren Weg an der Südostküste sahen wir uns le Grand Brûlé, die große verbrannte Fläche, an. Ein Bereich, wo sich die Lavamassen der letzten Vulkanausbrüche ab 2004 ergossen. Der eine oder andere hatte schon mal die einzige Küstenstraße überrollt und unpassierbar gemacht.

Notre Dame des Laves

Nächster Halt war Notre Dame des Laves, eine Kirche, in die sich 1977 Lavamassen bis zum Altar schoben, die Kirche aber insgesamt stehen ließen. Der Innenraum wurde von Lava befreit, außen befinden sich aber noch der Großteil.
Schließlich kamen wir wieder in St. Gilles les Bains an. Was sich bei einer Nacht weniger bemerkbar machte, bei nun zweien aber schon, das Hotelzimmer war wirklich winzig. Auspacken konnte man die Koffer kaum, liegen lassen zum Aufklappen auch nicht. Nur immer schnell das Nötigste auf dem Bett rausholen, Koffer wieder beiseite stellen. Am besten war noch das Bad: Man konnte sich duschen, während man auf der Toilette saß. Nass wurde die sowieso beim Duschen. Das Waschbecken war eher ein Spucknapf.

Hotelzimmer im Alamanda

Also lieber schnell raus und St. Gilles genauer erkundschaften. Wir fanden ein paar nette Läden und kauften T-Shirts der reunesischen Modemarke L’effet peï.

St. Gilles

Noch ein paar interessante reunesische Biere im Supermarkt gekauft und ab auf die Terasse unseres Minizimmers. Von dort hatten wir den direkten Blick auf die abendliche Hotelanimation und den einsetzenden tropischen Starkregen 🙂
Am nächsten Tag suchten wir ein trockenes Fleckchen auf Réunion zum Wandern. Da es fast überall stark regnete, brauchten wir ca. 4 Stunden bis wir einen Küstenabschnitt beim Ort L’Etang salé fanden. Es wurde eine einigermaßen sonnige Küstenwanderung zwischen Lava mit wildem Meer sowie Bäumen mit Vogelschwärmen.

Steinmännchen an der Westküste Réunions

Die nächste Nacht wurde leider sehr kurz. Wir mussten um 3 Uhr aufstehen, um zum Flughafen zu kommen, das Auto abzugeben und unseren Flug um 7 Uhr rechtzeitig zu erwischen.

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