Der Strand oder Koh Phi Phi

Nicht nur die Phang Nga Bucht war mal eine Filmkulisse auch die Insel Koh Phi Phi diente als solche für den Film „Der Strand“ mit Leonardi DiCaprio. Um genau zu sein war es Koh Phi Phi Leh. Koh Phi Phi besteht nämlich eigentlich aus zwei Inseln, der bewohnten Insel Koh Phi Phi Don und der unbewohnten Koh Phi Phi Leh.

Longtailboot am Laem Tong Strand

Martin mit Palme

Seit „Der Strand“ ist Koh Phi Phi ein Touristenmagnet. Insbesondere für Rucksack-Party-Touristen. Süße Cokatils aus Eimern zum Selbermischen werden ab dem vormittag überall im Hauptort Tonsai Village auf Koh Phi Phi Don verkauft. Abends gibt es dann die passende Technobeschallung dazu. Von letzterer haben wir allerdings nicht viel mitbekommen, da wir gar nicht im Tonsai Village übernachteten. Koh Phi Phi hatten wir uns aus anderem Grund als nächsten Standort ausgesucht. Ein bisschen tauchen wollten wir auch in Thailand. Khao Lak wäre eigentlich ein guter Ausgangspunkt gewesen, viele Tauchbasen gibt es dort. Der Haken ist allerdings, dass die interessanten Tauchgründe mindestens 70km vor der Küste liegen, z.B. die Similan Islands. Das bedeutet anstrengende, teure Bootsfahrten dorthin. Besonders auf das „anstrengend“ hatten wir keine Lust. Um Koh Phi Phi liegen einige nahe Tauchplätze, Bootsfahrten alle unter 1h. Also war klar, tauchen wird dort gemacht.

Von Khao Lak aus fuhren wir mit dem Van zum Hafen in Phuket Stadt. Von dort fährt man ca. 2h mit der Fähre nach Koh Phi Phi. Hatten wir bereits von Deutschland aus mit Hilfe unseres Reisebüros organisiert. Dementsprechnd standen wir schon auf der Passagierliste und bekamen bereits die Zimmernr. für unser Hotel. Dieses lag im eher ruhigen Nordosten von Koh Phi Phi Don, zweiter Halt der Fähre auf der Insel. Beim ersten Stop beobachteten wir das wilde Treiben am Hafen des Tonsai Village. Hunderte Touristen verließen die verschiedenen Fähren. Auf unserer blieben nicht mehr allzuviele zurück. Die letzten 45 min Fahrt (zusätzlich zu den ersten 2h) waren recht geruhsam. Wir verzogen uns auch nach draußen in die wärmende Sonne. Im Bauch der Fähre, wo wir zuerst saßen waren es nämlich bestenfalls 18 Grad. Viel zu stark klimatisiert, was sich noch am selben Tag in einer Erkältung manifestierte. Der Anleger im Nordosten, am Laem Tong Strand, stellte sich als schaukelnde Plattform mit einem Steg, der nur bei Bedarf heruntergelassen wurde heraus. Zum Glück bugsierte das Fährpersonal zusammen mit dem Hotelpersonal unser Gepäck an Land. Wir wären damit vermutlich im Wasser gelandet. Von einer Inselseite auf die andere läuft man am Laem Tong Strand auch nur 5 min. Unser Hotel lag also praktisch direkt am Fähranleger. Wir hatten eigentlich gedacht, dass es außer 3-4 Hotelresorts dort oben nichts weiter gab. Dem war aber nicht so. Es gab ein paar Restaurants und einen Minimarkt betrieben von Seenomaden, die ein Dorf zwischen den Hotels haben. Was es allerdings auch in den Hotels nicht gibt, sind Geldautomaten. Bargeld sollte man also vorher in ausreichender Menge mitnehmen. Ursprünglich hatten wir daher Halbpension gebucht. Mittagessen war bei der angepeilten Tauchbasis inkl. bei den Vormittagsausfahrten. Das Abendessen im Hotel namen wir auch nur zwei mal, denn es stellte sich als ziemlich langweilig im Vergleich zu den bisher erlebten Restaurants und Imbissbuden in Khao Lak heraus. Der Halbpensionsaufpreis war auch nicht so hoch, dass das Verfallenlassen irgendwie weh getan hätte. Am besten hat uns ein kleines Restaurant am südlichen Ende des Strandes gefallen, das Chili and Pepper.

Chili and Pepper

Nadine und Martin im Chili and Pepper

Achtung, Kulturschock verdächtigt, denn: Das Restarant ist an einem Hang gebaut und besteht aus Wellblechdach, Brettern und dünnen Baumstämmen. Der Boden ist nicht wirklich waagerecht, sondern etwas abschüssig. Getränke, Suppen und Currys schwappen schnell mal über. Dafür gibt es klasse Original-Thaiküche von der Familie und man kann beim Kochen sogar zugucken. Dabei konnten wir u.a. sehen, dass die Zutaten des bestellten Papayasalates mit Trinkwasser aus Flaschen gewaschen wurde => Durchfallgefahr praktisch nicht vorhanden. So angenehm ruhig und ursprünglich Laem Tong ist, so wollten wir doch mal etwas mehr von der Insel sehen. Im Lonley Planet findet sich kein Hinweis, wie man außer per Boot z.B. nach Tonsai Village kommt. Aber es ist ohne Probleme zu Fuss möglich. Man darf nur nicht vor einer kleinen Wanderung zurückschrecken, denn One-Way dauert es 1,5h und führt über eine mit dichtem Dschungel bewachsenen Bergsattel. Man geht den Strand nach Süden entlang bis zum Chili and Pepper und dort folgt dort einfach weiter der Tsunamievakuierungsroute nach Süden. Diese ist ein betonierter Pfad.

Tsunami Evacuation Route

Wegweiser nach Tonsai Village

Nach ca. 30 min trifft man auf das Hotelresort Phi Phi Island. Die Evakuierungsroute führt um dieses herum. Am Wegesrand findet man bald Schilder, die den Weg nach Tonsai weisen. Es gibt eine etwas längere Route über Aussichtspunkte und eine Abkürzung über den bereits genannten Bergsattel. Mückenabwehrmittel nicht vergessen, im Dschnugel wimmelt es nur so von Moskitos. Sobald man den Bergsattel überquert hat, ist man auch fast schon in Tonsai. Man kommt an einem felsigen Strand mit den am Rand gelegendsten Unterkünften heraus. Auch hier wird einem wieder der Weg zum Ortskern mit Schildern ausgewiesen. Den gleichen Weg kann man später wieder zurückgehen oder die Fähre von Tonsai nach Laem Tong für 200 Baht nehmen.

Tonsai Village

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