Nordeste, Fortaleza

Im Tweet bereits angedeutet, merkt deutlich den Unterschied des armen Nordostens zum reichen Süden Brasiliens. Im Nordosten und auch vielen anderen Teilen Brasiliens existiert eine starke Scherung zwischen arm und reich, die immer weiter auseinandergeht.
Bei unserer Ankunft fiel das an ein paar Details auf. Wir wollten um 17.30 Uhr noch malein bisschen den Strand erkunden. Um ca. 18 Uhr ist es bereits stockdunkel ein paar Grad unterhalb des Äquators.
Der Wachmann am Hoteltor warnte uns, dort noch hinzugehen, da am Strand ab 17.30 Uhr keine Sicherheitskräfte mehr seien. Wir spazierten nur kurz über die Strasse zum Strand und schon warnte uns die nächste Passantin, die mit dem Auto am Strand war. Da gingen wir doch zurück ins Hotel.
Am nächsten Tag wurden wir mehrfach angebettelt, dies aber von Krüppeln und ausgemergelten Kindern.
Beim Besuch im Wasserpark „Beachpark“ wurde uns heute wieder geraten, alles einzuschliessen, der Park sei gefährlich.
Morgens flog auch 4 mal ein Polizeihubschrauber über’s Hotel, von Polizeipatrollien per Auto über die Woche ganz abgesehen.
Etwas unheimlich war auch wieder der Wachmann mit schusssicherer Weste an der Strandbarracke des Hotels, wo heute das Abendessen stattfand. Sicherheitshalber hatten wir uns gestern zu einer externen sehr nahen In-Strandbarracke mit Livemusik mit dem Taxi fahren lassen. Würden wir in Deutschland nie tun, sondern einfach laufen.
Und noch eine ganz andere Besonderheit: wir haben, ohne es vorher zu wissen, die „Regenzeit“ in Fortaleza erwischt. Was bedeutet das? Des nachts regnet es meistens bis ca. 8 oder 9 Uhr morgens und das schon mal so heftig, dass man nur 20 Meter weit sehen kann. Dann klart es sehr plötzlich auf und die Sonne brennt, aber so richtig!
Hohen Lichtschutzfaktor sogar als dunkelhäutiger Mensch nicht vergessen! Wir blauäugigen Bleichgesichter müssen da gewaltig aufpassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.