Eine Nacht in der schwimmenden Bambushütte

In einer Doku über den Khao Sok Nationalpark hatte ich schon etwas über den dortigen Dschungel und Stausee gesehen. Auch rund den Stausee erheben sich imposante Kalksteinfelsen.

Kalksteinberge

Im See selbst gibt es eine mystische Landschaft mit toten Bäumen, auch unter Wasser. In einem sehr warmen See ohne die in Europa vorhandenen Thermo-Sprungschichten hin zu 4-Grad-kaltem Wasser in der Tiefe wollte ich gerne mal tauchen. Leider ergab sich, dass nur früher mal (Sport-)Tauchausflüge dorthin angeboten wurden. Heutzutage höchstens noch für zertifizierte Höhlentaucher. Stausee und umgebender Dschungel reizte mich aber dennoch. Es gibt dort Übernachtungsmöglichkeiten in schwimmenden Bambushütten. Martin und ich hatten vor 5 Jahren eine Tour mit Übernachtung im Zelt im Grenzgebiet zwischen Mexico und Belize mitgemacht. Die Urwaldgeräusche des nachts bzw. zu Sonnenauf- und -untergang waren besonders beeindruckend. Ein ähnlich spannendes Erlebnis erhoffte ich mir in Khao Sok. Die Khao Sok Übernachtungstour wurde für unseren Aufenthalt passend von Dienstag auf Mittwoch angeboten. Mittwoch war mein Geburtstag => Geburtstagsgeschenk 🙂 Continue Reading

Einmal kein Weihnachten zuhause – Südthailand im Dezember

2017 hatte ich einen runden Geburtstag, den ich mal nicht zuhause feiern wollte. Ein Blick auf den Titel verrät, mein Geburtstag muss um Weihnachten herum sein und zwar kurz vorher, der 20. Dezember. Ich stellte mir einen warme, sonnige Umgebung vor, mit Wassertemperaturen über 25 Grad. Da im Dezember viel los ist (arbeits-, familien- und freundetechnisch), wollte ich auch eine möglichst einfache, stressfreie Anreise. Die Wahl viel auf Südthailand, Direktflug mit Thai Airways von Frankfurt nach Phuket! Da im Dezember dort Hochsaison ist, buchten wir bereits Ende März.

Sonnenuntergang in Khao Lak

Die erste Woche verbrachten wir in Khao Lak. Dort, wo 2004 der Tsunami besonders heftig zugeschlagen hatte. Khao Lak ist ein langgezogenes, eher ruhiges Örtchen direkt an der Andamanenküste, von wo aus man Ausflüge unternimmt. Die meisten Hotels liegen direkt am Strand. Ein kleiner Erkundungsgang führte uns u.a. zu dem Polizeiboot 813. Dieses war beim Tsunami 1km weit ins Landesinnere geschleudert worden und ist heute dort als Denkmal aufgebaut. Unterwegs gab es dann die erste junge Kokosnuss vom Strassenstand zu trinken.

Polizeitboot 813

Am nächsten Tag nahmen wir an einer Tour in die Phang Nga Bucht teil. Diese ist berühmt für ihre eindrucksvolle Karstlandschaft umgeben von jadegrünem Wasser. In teils seltsamen Formen erheben sich hohe Kalksteinberge. Die jadegrüne Farbe des Wassers hängt mit der geringen Wassertiefe in der Bucht zusammen. Als wir hier mit dem Longtailboot durchfuhren, war das Wasser sehr trüb und aufgewühlt vom Wind. Wir hatten mit Ausläufern eines Taifuns auf den Philippinen zu kämpfen. Der erst Stop fand am James-Bond-Felsen statt. Dieser hat die Form eines umgedrehten Kegels, oben dick, nach unten hin sich verjüngend durch Salzwassererosion. Er bildete die Kulisse für eine entscheidende Szene im James-Bond-Film “Der Mann mit dem goldenen Colt”. Glücklicherweise fuhr unser Tourveranstalter so früh los, dass wir ca. 1h vor dem Massenandrang dort waren und uns in Ruhe umsehen konnten.

James Bond Felsen

Wir fuhren weiter in einen Bereich mit Mangroven und Grotten, wo wir einen Kanutour machen wollten. Der Weg dorthin erwies sich allerdings aufgrund des aufgewühlten Wassers als nicht ganz so einfach. Der Motor unseres Longtailbootes überhitzte mehrmals und wir mussten zwischendurch ankern. Endlich angekommen, wurden schnell vier Kanus per Kompressor aufgepumpt und wir starteten die Tour durch Mangroven und Grotten. Unterwegs sahen wir Warane, Schlammspringer und Krabben. Einige Grotten in den Kalksteinfelsen waren so niedrig, dass wir uns liegenderweise und mit Luftablassen am Kanu hindurch bewegen mussten. Eine spassige Angelegenheit 🙂

Schlammspringer

Weiter ging es zum Mittagessen in ein 300 Jahre altes Seenomadendorf direkt an einem der Kalksteinfelsen auf Pfählen aufgebaut. Diese Seenomaden waren aus Indonesien eingewandert, daher hatte das Dorf auch eine Moschee und keinen buddhistischen Tempel. Spannend war auch der schwimmende Fussballplatz.
Auf dem Rückweg nach Khao Lak besuchten wir noch einen typisch thailändischen buddhistischen Tempel. Am nächsten Tag erwartete uns der zweite, schon lange geplante Ausflug mit demselben Touranbieter (Khao Lak Land Discovery) und zwar in den Khao Sok Nationalpark mit Übernachtung in einer schwimmenden Bambushütte. Zum Geburtstag wollte ich in dieser aufwachen 🙂
Mehr im nächsten Post.

Seenomadendorf am Kalksteinfelsen

Seenomadendorf mit Moschee

Buddhistischer Tempel in Südthailand