Höhlenschwimmen in der Hokeb Ha

Von San Ignacio aus fuhren wir wieder nach Osten Richtung Küste. Eigentlich sollte dort ein Besuch einer der Cayes (vorgelagerte Inseln in Belize) mit Schnorcheln im türkisblauen Wasser stattfinden. Leider erwischten wir den einzigen Regentag und so wurde umdisponiert. Schnorcheln und Tauchen auf den Cayes stand ja eh noch nach der Rundreise an.

Also ging es direkt weiter in den noch wenig erschlossen Süden Belizes in die Nähe von Punta Gorda. Wir quartierten uns zunächst in der Dschungellodge unseres Reiseleiters ein. Die Zimmer sind mehr kleine Häuschen, die in Belize Cabanas genannt werden. Die Dächer sind mit Palmenblättern gedeckt. Besonders spannend war aber die Outdoordusche 🙂

Ursprünglich war nun eine Wanderung zu einer Höhle mit anschließendem Schwimmen im Flüsschen davor vorgesehen. Da unser Reiseleiter aber bereits wusste, dass mit uns noch etwas mehr anzufangen ist, schlug er vor mit Höhlenausrüstung in die Höhle hinein zu schwimmen. Die Idee fanden wir großartig 🙂

Zunähst mussten wir mit einem Jeep über Strassen, die man nicht mal als Feldwege bezeichnen kann, zu einem Mayadorf fahren, von wo aus man loswandern kann. Federung, was ist das, fällt mir dazu nur ein. Der Süden Belizes hat eigentlich nur eine vernünftige Strasse, die man für deutsche Verhältnisse wirklich als solche bezeichnen kann. Überhaupt ist Belize bis auf die Cayes touristisch wenig erschlossen, was man im Süden eben besonders merkt.

Nun gut, auf ging es zur Höhle, die Kamera mal ins Unterwassergehäuse gepackt. Helmchen auf und Schwimmweste an. Wir kamen an einer biologischen Forschungsstation vorbei, wo amerikanische Studenten diverse Tiere und Pflanzen der Gegend untersuchten. Die Station lag an einem der typischen blaugrünen Flüsse, dem Blue Creek. Der Fluss kam aus der Höhle Hokeb Ha, die wir als Ziel hatten. Ha bedeutet in der Mayasprache Mopán (Vorsicht, es gibt mehrere Mayasprachen) Wasser.

Lampe an und hinein in die Höhle.

Abends ging es dann noch in ein nahe gelegenes Restaurant, Coleman’s Café. Das war ganz klar für Einheimische, auch wenn unser Reiseleiter dort öfter Touristen hinlotst. Es gibt nur eine kleine Auswahl an Gerichten und das Gemüse stammt direkt aus dem Garten des Restaurants. Ein typisches Essen ist z.B. Reis und Bohnen mit frittiertem Hühnchen oder Fisch und Coleslaw dazu. Letzterer eben frisch aus dem Garten zubereitet. In Belize nimmt man statt der in Lateinamerika sonst üblichen schwarzen Bohnen rote. Schmeckt aber ähnlich. Reis und Bohnen gibt es noch in der anderen Variante Bohnen und Reis. Worin mag der Unterschied bestehen? Ganz einfach, bei Letzterem sind die Bohnen zerstampft. Es ist mehr eine Bohnenpaste. Wird auch gerne zum Frühstück gegessen. Die Preise in Restaurants im Landesinneren sind übrigens recht günstig. Anders sieht es auf den Cayes aus. Wenn man dort essen geht, könnte man preislich gesehen genauso gut in Köln ausgehen.

Nebenbemerkung: Auch wenn Belize bei der Durchreise als wenig touristisch erschlossen und eher arm erscheint, so sind die Belizianer im Internet verdammt aktiv. Gerade was Facebook und Twitter angeht.