Cenote The Pit

Die Cenote The Pit liegt südlich von Playa del Carmen. Sie hat eine zunächst unspektakuläre kleine Öffnung. Beim Blick unter Wasser eröffnet sich allerdings sehr bald eine riesige Halle mit Stalaktiten. Zwischen 15 und 18m Tiefe liegt eine Halokline, eine Grenzschicht zwischen Süß- und Salzwasser, in der man nicht scharf sehen kann. Dann etwas tiefer zwischen 30 und 40m liegt ein Schuttberg mit toten Bäumen und einer Schwefelwasserstoffschicht. Letztere erinnert an weisse Nebelschwaden. Sie ist nicht so stark ausgeprägt wie in der Cenote Angelita, trotzdem sinkt die Sichtweite auf ca. 1 bis max 2m. Und dunkel ist es da zusätzlich.
Beim spiralförmigen langsamen Auftauchen wird ein wunderschöner Sonnenlichteinfall durch die kleine Cenotenöffnung sichtbar.
Mit 39m war das der tiefste Tauchgang in diesem Urlaub. Nur in der Cenote Angelita kann man ähnliche Tiefen erreichen. Die anderen Cenoten sind max. 15m tief.

The Pit

The Pit

Nebeliges Wasser in The Pit

Nebeliges Wasser in The Pit

Once again: Cenotentauchen in Mexico, Tauchkurs für Runaways/Fortgeschrittene

2012 war ich so fasziniert von der wassergefüllten Unterwelt der mexicanischen Halbinsel Yucatán, dass wir 2014 noch einmal dorthin gereist sind.

Dieses Mal wollte ich nicht nur ein paar neue Cenoten kennenlernen, sondern auch den Einstieg ins Höhlentauchen machen. Gerade, um im Notfall auch zu wissen und zu können, was beim Cenotentauchen wichtig ist. Mir war zwar klar, dass selbst die erste Stufe des Höhlentauchens, Kavernenbereich, dort wo man das Tageslicht noch sieht, unter Technisches Tauchen fällt, aber genau deshalb lernt man im Grunde völlig neu zu tauchen. Es geht einfach anders als beim normalen Sporttauchen, nicht nur wegen der Ausrüstung. Ich wählte die klassische Variante mit Doppelrückengerät. Moderner ist Sidemount, aber das wäre wirklich ein noch stärkerer Umstieg gewesen. Immerhin bin ich durch das Kaltwassertauchen in Deutschland schon an getrennte erste Stufen sowie Langschlauch und Backupautomat um den Hals gewöhnt. Es stellte sich als die richtige Wahl heraus, denn der Kurs beinhaltete soviel Neues in so kurzer Zeit. Verschiedene Flossenschlagtechniken kannte ich zwar schon, aber Rückwärtsschwimmen war mir vorher nie so richtig gut gelungen. Nach 2 Tagen fast nur Flossenschlagtechniken und endlich den richtigen Trimm gefunden, ging das auf einmal. Aber dann kam die nächste Herausforderung, diverse Tasks gleichzeitig und dabei eben auch mal Rückwärtsschwimmen. Da klappte Letzteres dann wieder nicht mehr so gut. Noch zu neu, um bei den Automatismen gelandet zu sein. Es kam viel mit Blindtauchen, Leinen legen und wieder einsammeln, Notizen zum Tauchplan unter Wasser machen, Probleme unter Wasser in der Kaverne lösen, etc. vor. Und nach häufigem Üben von Safetydrill und Valvedrill kann ich endlich auch mit der linken Hand Ventile richtig auf- und zudrehen.
In den nächsten Beiträgen stelle ich 2 Cenoten vor, die ich dieses Mal neu kennengelernt habe.

Flossentechniken üben

Flossentechniken üben

 

Verlorene Führungsleine wiederfinden

Verlorene Führungsleine wiederfinden