Strandfrühstück, Tempel und Verkehrsinfarkt

Frühstück am Strand, Pemuteran

Frühstück am Strand, Pemuteran

Der Tag begann mit Frühstück am Strand. Um 7 Uhr wird es mit Sonne schon ganz schön warm. Also kurz vor Abfahrt noch mal schnell unter die Outdoordusche springen. Heute stand zuerst der Seetempel in Bedugul auf dem Programm. Über Serpentinen kurvten wir die Berge Zentralbalis hoch. Besonders mystisch kam der Seetempel heute nicht daher. Es schien einfach die Sonne auf ca. 1200m Höhe. Auf dem Weg wieder runter immer wieder Reisfelder, ein Zwischenstop bei Kaffeebauern. Es gibt u.a. Kopi Luwak, eine der teuersten Kaffeesorten der Welt. Die Kaffeefrüchte werden von nachtaktiven Katzen gefressen und die Bohnen wieder ausgeschieden. Der resultierende Kaffee ist besonders koffeinarm. Haben wir schon mal in Deutschland probiert, auf Bali nicht noch mal. Schließlich erneute Tempelbesichtigung in Mengwi nahe Denpasar. Auf dem Weg zum Hotel in Tuban in Kuta ging plötzlich nichts mehr. Eine kleine Baustelle reichte aus, dass die in Indonesien zahlreichen Mopeds die Straße zwischen den Autos vollkommen verstopften.

Verkehrsinfarkt in Kuta

Verkehrsinfarkt in Kuta

Irgendwann ging es doch weiter. Endlich angekommen machten Martin und ich noch einen kleinen Einkaufsbummel in der nahegelegenen Shoppingmall. Morgen geht es für die restlichen 2,5 Wochen nach Tulamben. Eher dörfliche Ecke wie auch sämtliche Orte auf der Westbalirundreise.

Schwefelabbau im Ijenkrater auf Java

Ijen-Krater

Ijen-Krater

Um 4.30 Uhr hieß es aufstehen heute morgen. Eigentlich wurden wir schon um 3.45 Uhr wach, da diverse Muezzine unten in den Dörfern schon zum Gebet riefen. Ca. 1h kurvten wir mit dem Jeep durch Wälder mit Baumfarnen immer höher zum Ijen. Über einen teils steilen Erdweg wanderten wir die letzten 3km zum Krater. Auf dem Weg begegneten uns abgesehen von anderen Touris immer wieder Minenarbeiter, die in 2 Körben über der Schulter 70-90kg Schwefelbrocken den Berg hinabtransportierten. Kaum vorstellbar wie das die zierlichen Männer (vielleicht 1,60m groß, 50kg?) schaffen und das 2 mal täglich. Je näher man dem Krater kommt, umso mehr riecht es nach Schwefel. Reiner Schwefel riecht allerdings anders als Schwefelwasserstoff, der bei Bioabbauprodukten entsteht. Oben angekommen sieht man, dass die Minenarbeiter ohne Atemmaske arbeiten. Gesund ist anders. Der Krater ist mit blaugrünem Wasser gefüllt. Bloss nicht anfassen, praktisch starke Säure. Beim Schwefel am Rande des Kratersees treten giftige Gase aus. Der Schwefel wird letzten Endes für Kosmetika und Medikamente verwendet. Auf dem Rückweg sahen wir deutlich den nahegelegenen Vulkan Raung rauchen und hörten ihn donnern. Noch vor ein paar Wochen war er ausgebrochen und hatte den Flugverkehr nach Bali lahmgelegt.

Rauchender Vulkan Raung auf Java

Rauchender Vulkan Raung auf Java

Mit der Fähre setzten wir wieder über nach Bali. In Hotel in Pemutaran angekommen erkundeten wir noch etwas das Hausriff per Apnoe. Abgesehen von diversem bunten Fischgetier und Korallen sahen wir den ersten Rotfeuerfisch. Sichtweite allerdings hier in Strandnähe kaum mehr als 8m.