Belize?

Wenn man sagt, ich fahre nach Belize in den Urlaub, erntet man in Deutschland meist verwirrte Blicke. Belize, wo ist das denn?

Nächster Versuch: Das hieß mal British Honduras und war mal britische Kolonie. Bingo, zumindest die älteren Semester wissen jetzt, wo es ist. Und zwar in Mittelamerika in der Karibik. Honduras ist in der Nähe aber kein direkter Nachbarstaat. Das sind Mexico (Halbinsel Yucatán) und Guatemala. Dadurch das Belize einmal britische Kolonie war ist hier die Amtssprache Englisch im Gegensatz zum Spanisch des restlichen Mittelamerikas. Trotzdem ist die Verständigung manchmal etwas schwierig, da sich mittlerweile ein Englischabart entwickelt hat, Kriol. Durch viele Einwanderer aus Guatemala sprechen aber fast 50% der Einwohner als erste Sprache Spanisch. Belize ist übrigens ziemlich klein. Es hat nur 300.000 Einwohner auf einer Fläche, die gerade mal so groß wie Hessen ist.

Aber was führt einen überhaupt in dieses Land, wenn es in Deutschland so unbekannt ist? Tauchen. Es gibt dort das zweitgrößte Barriereriff der Erde, das Größte auf der Nordhalbkugel. Der Tipp in jedem Reiseführer: Auch als Nichttaucher unbedingt eine Unterwasserkamera mitnehmen, um die artenreiche Unterwasserwelt abzulichten, was schon beim Schnorcheln ein Erlebnis ist.

Leider hat die Unbekanntheit einen kleinen Nachteil: Man kann von Europa aus nicht direkt hinfliegen. Das geht nur über die USA oder nach Mexico und von dort per Bus weiter. Wir haben eine Flugroute mit viel Umsteigerei erwischt. Von Düsseldorf ging es nach London, von London nach Miami, eine Nacht übernachten und dann endlich nach Belize City.

Hier erstmal die Karte:


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