Jeepsafari im Toledo District

Unsen letzten Tag im Süden Belizes verbrachten wir mit einer eigenständigen Tour ohne Guide. Dieser hatte uns seinen Jeep gegeben, womit wir zunächst zu einer weiteren Mayaruine und dann in die größte Stadt im Toledo District Punta Gorda fahren wollten.

Als erstes Ziel hatten wir uns Lubantuun ausgesucht. Wie gesagt, es gibt nur eine echte Straße im Süden. Der Weg nach Lubantuun lag nicht an dieser. Die Beschilderung war auch eher spärlich, so dass wir drei Ehrenrunden um San Pedro Columbia, dem kleinen Ort in der Nähe, drehten.

Endlich angekommen bot sich uns der Anblick einer weniger restaurierten Mayastätte. Die Macht der Natur deutlich sichtbar.

Das Besondere an Lubantuun ist, dass hier ein Kristallschädel gefunden worden sein soll. Indiana-Jones-Fans mag nun der letzte Film „Königreich des Kristallschädels“ in den Sinn kommen. Ja, der Film ist wohl von den Kristallschädeln inspiriert worden.

Genug von all den Ruinen wollten wir uns dann in Punta Gorda ein wenig ausruhen und bummeln gehen. Ausruhen ja, bummeln, hm. Punta Gorda hat nicht viele Sehenswürdigkeiten oder Einkaufsmöglichkeiten. V.a. ist es das Tor zu Guatemala per Schiff. Alles Lebensnotwendige bekommt man aber schon. Besonders sind hier die überall vorhandenen chinesischen Supermärkte hervor zu heben. Chinesen sind mittlerweile eine wichtige Einwanderungsgruppe in Belize. Sie betreiebn v.a. Restaurants und eben Supermärkte.

Sonst bietet der Toledo District hauptsächlich Naturerlebnisse wie Cave Tubing, Dschungelwanderungen, Schwimmen im Blue Hole (Nicht das große im Riff!), viele Tiere wie z.B. bunte Tukane und Kolibris. Cave Tubing hätte ich gerne gemacht, aber es war Ende der Trockenzeit, weshalb die Flüsse nicht genug Wasser führten. Viele Bereiche waren auch abgebrannt. Aber aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit spriessen sofort wieder Pflanzen.

Besonders schön fand ich auch die überall blühenden Flamboyants.

Abends wollten wir noch mal etwas essen gehen, aber der Jeep hatte nicht mehr ganz so hell leuchtende Scheinwerfer. Da wollte wir nicht weit mit fahren. Ab 18.30 Uhr war es schon stockdunkel und Strassenbeleuchtung: Fehlanzeige. Also noch einmal Coleman’s Café 🙂

Auf den Spuren der Maya in Guatemala: Tikal

Von San Ignacio aus ginge es über die Grenze nach Guatemala, um dort die größte Ruine der Maya anzusehen: Tikal. Maya gibt es auch heute noch, aber deren Hochkultur ging bevor die Spanier kamen bereits zugrunde.

Martin war vor ca. 20 Jahren schon einmal in Tikal und v.a. in Guatemala. In seiner Erinnerung von damals ist es sehr gefährlich in Sachen Raubüberfälle bei stehenden Autos, Bussen, etc. Wir haben diesmal nichts dergleichen zu spüren bekommen, aber Tikal liegt auch in einem eher wenig bewohnten Gebiet in Guatemala. Guatemala City muss da was ganz anderes sein.

Auf dem Weg haben wir Pause an einem großen See in gemacht, den ich für ein Meer gehalten hätte, wenn uns der Reiseleiter nicht gesagt hätte, dass es ein See ist.

In Tikal selbst gab es 5 große Tempel und diverse andere Bauten in denen die Herrscherfamilien gewohnt haben. Beeindruckend fand ich aber insbesondere solch eine Stadt mitten im Dschungel gebaut werden konnte. Und der Dschnugel holt sich auch sehr schnell wieder zurück, was die Menschen ihm genommen haben. Verlassene Gebäude sind innerhalb weniger Jahre völlig zugewuchert. Merkwürdig große gut bewachsene Hügel bergen eigentlich immer eine weitere Tempelruine. Sonst gibt es keine Hügel dort.

Auf einige der Ruinen konnte man auch hinaufsteigen. So z.B. auf den Templo 5. Man kann dann von einem zum anderen Tempel blicken.

Nette Tiere wie Taranteln gibt es in Tikal auch 🙂